Frage 1 von 10: Was ist die Hauptaufgabe eines Fokusbegrenzers (Focus Limiter) an einem Objektiv?
Er schränkt den Entfernungsbereich ein, in dem der Autofokus sucht, um ein «Fokus-Pumpen» im Nahbereich zu verhindern.
Er begrenzt die maximale Blendenöffnung, um Abbildungsfehler zu vermeiden.
Er verringert die Naheinstellgrenze des Objektivs für Makroaufnahmen..
Er schaltet den Autofokus komplett aus, um manuell zu fokussieren.
Richtig! Durch die Begrenzung des Suchraums muss das Autofokussystem nicht den gesamten Fokusweg abfahren, was die Scharfstellung erheblich beschleunigt.
Frage 2 von 10: Bei welchen fotografischen Genres ist der Einsatz eines Fokusbegrenzers besonders vorteilhaft?
Bei der Studio- und Produktfotografie.
Bei der Landschaftsfotografie mit Weitwinkelobjektiven.
Bei der Sport-, Action- und Wildlife-Fotografie mit Teleobjektiven.
Bei der Available-Light-Fotografie in der Nacht.
Richtig! Da sich Motive oft in grosser Entfernung bewegen, verhindert der Begrenzer, dass die Kamera versehentlich auf Gräser oder Hindernisse im Nahbereich scharfstellt.
Frage 3 von 10: Welcher Autofokus-Modus (AF-Modus) eignet sich am besten für unbewegte Motive wie Porträts oder Landschaften?
Continuous AF (AF-C / Kontinuierlicher AF)
Single AF (AF-S / Einzel-AF
Manueller Fokus (MF)
Prädiktiver Fokus
Richtig! Der Einzel-AF stellt einmalig scharf, sobald der Auslöser halb gedrückt wird, und hält diese Distanz ideal für unbewegte Motive.
Frage 4 von 10: Wie unterscheidet sich der kontinuierliche Autofokus (AF-C) vom Einzel-Autofokus (AF-S)?
AF-C führt den Fokus permanent nach, solange der Auslöser gedrückt bleibt, während AF-S den Fokus nach dem ersten Finden sperrt.
AF-C nutzt nur das mittlere Autofokusfeld, während AF-S alle Messfelder aktivieren kann.
AF-C funktioniert ausschliesslich bei schlechten Lichtverhältnissen besser als AF-S.
AF-S ist generell deutlich schneller als AF-C.
Richtig! AF-C ist für die Verfolgung von Bewegung konzipiert, während AF-S für statische Motive gedacht ist.
Frage 5 von 10: Welche Autofokus-Technologie misst die Schärfe, indem sie das einfallende Licht in zwei Teilbündel zerlegt und deren Abstand analysiert?
Kontrastautofokus (Contrast Detection)
Phasenvergleichs-Autofokus (Phase Detection)
Laser-Autofokus
Infrarot-Autofokus
Richtig! Der Phasen-AF berechnet durch den Versatz der Teilbündel direkt, wie weit und in welche Richtung die Linse verschoben werden muss.
Frage 6 von 10: Warum kann ein Kontrast-Autofokus (Contrast Detection AF) bei sich schnell bewegenden Motiven ins Straucheln geraten?
Weil er die Blende des Objektivs während des Fokussierens komplett schliesst.
Weil er zwingend einen Blitz benötigt, um Kontraste zu erkennen.
Weil er nur Schwarz-Weiss-Bilder verarbeiten kann.
Weil er die Entfernung nicht direkt berechnen kann, sondern sich durch Vor- und Zurückbewegen der Linse an den höchsten Kontrast herantasten muss.
Richtig! Dieses «Herantasten» (Pendeln) braucht Zeit, in der sich ein schnelles Motiv bereits wieder aus der Schärfeebene bewegt hat.
Frage 7 von 10: Was versteht man unter einer «intelligenten Motiverkennung» bei modernen Autofokussystemen?
Eine Software, die die Belichtung automatisch anpasst, sobald ein Gesicht erkannt wird.
Algorithmen (oft auf KI-Basis), die spezifische Formen wie Augen, Gesichter, Tiere oder Fahrzeuge identifizieren und die Fokusfelder automatisch darauf ansetzen.
Ein mechanischer Sensor im Objektiv, der die Entfernung zum Motiv mittels Ultraschall ertastet.
Eine Funktion, die unleserliche Textschilder im Bild automatisch scharfzeichnet.
Richtig! Diese Technologie erlaubt es der Kamera, komplexe Objekte autonom im Bild zu verfolgen, ohne dass der Fotograf das Messfeld manuell verschieben muss.
Frage 8 von 10: Hat das Histogramm etwas mit dem Fokusieren zu tun?
Ja, das Histogramm wird für den Phasen-AF genutzt
Nein
Ja, das Histogramm wird für den Kontrast-AF genutzt
Nein, das Histogramm wird nur für die Beurteilung der Helligkeit genutzt
Richtig! Der Kontrastfokus benötigt die Informationen des Histogramms um im Fokusbereich den grössten Kontrast zu finden.
Frage 9 von 10: Was passiert beim sogenannten «Fokus-Pumpen» (Hunting)?
Das Objektiv verändert kontinuierlich die Brennweite, um den Bildausschnitt anzupassen.
Die Kamera verstellt die Schärfe ziellos von nah nach fern und zurück, weil sie keinen eindeutigen Kontrastpunkt findet.
Der Bildstabilisator gleicht das Zittern der Hand des Fotografen aus.
Das Objektiv sperrt den Fokusring, um Beschädigungen am Autofokusmotor zu verhindern.
Richtig! Dies passiert besonders häufig bei sehr wenig Licht oder kontrastarmen Oberflächen (z. B. einer weissen Wand).
Frage 10 von 10: Welcher Faktor erschwert es dem Autofokussystem einer Kamera am meisten, ein Motiv präzise zu erfassen?
Eine sehr hohe Speichergeschwindigkeit der Speicherkarte.
Ein Motiv mit extrem gleichmässiger Oberfläche und ohne erkennbare Strukturen oder Kanten bei schwachem Licht.
Die Verwendung eines Stativs während der Aufnahme.
Das Fotografieren im RAW-Format statt im JPEG-Format.
Richtig!Sowohl Phasen- als auch Kontrast-AF benötigen Kanten, Linien oder Helligkeitsunterschiede, um die Schärfe zu bestimmen.